Anna Karenina

Der Weg zur Broadway-Premiere

Die Entstehung von
Anna Karenina

Wie macht man aus Tolstoi ein Musical?

Es gibt Stoffe, bei denen man sofort weiß, warum sie auf die Bühne gehören. Eine Liebesgeschichte, die sich mit großen Gefühlen, Konflikten und spektakulären Wendungen erzählen lässt, scheint geradezu nach Musik zu verlangen.

Und dann gibt es Anna Karenina.

Leo Tolstojs Roman ist umfangreich, psychologisch komplex und voller Figuren, gesellschaftlicher Beobachtungen und philosophischer Gedanken. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich in einer Gesellschaft, in der ihre Ehe und ihre gesellschaftliche Stellung kaum zu hinterfragende Institutionen sind, in eine leidenschaftliche Beziehung stürzt. Ihre Geschichte führt schließlich in eine Katastrophe.

Als Peter Kellogg und Daniel Levine Anfang der 1990er-Jahre begannen, daraus ein Musical zu entwickeln, standen sie deshalb vor einer ungewöhnlichen Aufgabe. Sie mussten nicht nur Tolstojs Geschichte für die Bühne kürzen. Sie mussten herausfinden, welche Teile dieser gewaltigen Erzählung überhaupt gesungen werden können.

Noch ahnte niemand, dass aus ihrem Projekt tatsächlich eine Broadway-Produktion werden würde.

Der Anfang ist kleiner, als man vielleicht denkt

Peter Kellogg war zu diesem Zeitpunkt noch kein etablierter Broadway-Autor. Daniel Levine hatte ebenfalls noch kein großes Musical auf die Bühne gebracht. Levine arbeitete als Arrangeur und Komponist und hatte unter anderem Musik für das Fernsehen und sogenannte Industrial Shows geschrieben.

Dann trafen die beiden aufeinander.

Der entscheidende Rahmen war der BMI Musical Theatre Workshop, eine wichtige New Yorker Ausbildungs- und Entwicklungsstätte für neue Musicalautoren. Dort können Autoren und Komponisten ihre Ideen vorstellen, Szenen und Songs ausprobieren und vor einem Publikum aus Fachleuten und Kollegen weiterentwickeln.

Für Kellogg und Levine wurde dieser Workshop zum Ausgangspunkt von Anna Karenina.

Das bedeutete auch: Niemand saß zu Beginn mit einem Broadway-Produzenten im Raum und sagte ihnen, dass sie nun einen neuen großen Klassiker schreiben würden. Sie arbeiteten zunächst an einem Musicalprojekt, das sich erst einmal in einem geschützten Entwicklungsraum bewähren musste.

Später berichtete die UPI, dass die Broadway-Produktion aus einem BMI-Workshop-Stück hervorgegangen war und über einen Zeitraum von ungefähr zwei Jahren entwickelt wurde.

Damit war der erste wichtige Schritt getan. Jetzt mussten Kellogg und Levine aus Tolstojs Roman ein Musical machen.

Die eigentliche Herausforderung liegt zwischen den Zeilen

Kellogg stand dabei vor einem Problem, das jeder kennt, der einen großen Roman für die Bühne bearbeiten will: Man kann nicht alles erzählen.

Tolstojs Roman umfasst eine riesige Welt. Anna ist nicht die einzige zentrale Figur, und ihre Geschichte ist eng mit den Lebenswegen anderer Menschen verbunden. Besonders wichtig ist die Parallelhandlung um Kitty Schtscherbazkaja und Konstantin Levin. Für ein Musical musste Kellogg deshalb eine Entscheidung treffen.

Was sollte im Zentrum stehen?

Die Antwort wurde schließlich sehr klar: Anna muss sich zwischen zwei Formen von Liebe entscheiden. Da ist ihre leidenschaftliche Beziehung zu Graf Wronski, auf der anderen Seite steht ihre Bindung an ihren Sohn Sereja. Diese Spannung wurde zu einem der dramaturgischen Kerne des Musicals. Damit wurde aus Tolstojs gewaltigem Gesellschaftsroman eine deutlich konzentriertere Bühnenhandlung. Doch die nächste Frage war noch schwieriger:

Wie klingt Anna Karenina als Musical?

Daniel Levine muss eine musikalische Welt finden

Für Daniel Levine war das Projekt eine besondere Herausforderung, denn Anna Karenina war sein erstes Musical. Er konnte sich nicht einfach an einer bereits etablierten musikalischen Sprache orientieren. Gleichzeitig musste seine Musik eine Welt erschaffen, die im Russland des 19. Jahrhunderts verankert war und dennoch für ein amerikanisches Musicalpublikum funktionieren sollte.

Levine entschied sich nicht für eine Opernpartitur im russischen Stil. Stattdessen entstand ein Musicalscore, der unterschiedliche Einflüsse miteinander verbindet. Man hörte darin Anklänge an Operette, klassische Musicaltraditionen und auch Stephen Sondheim. Levine wurde so ein Komponisten, der zwar noch keine ganz eigene musikalische Handschrift entwickelt hatte, dessen Musik aber insbesondere in Annas großer Nummer „I’m Lost“ eine überzeugende melancholische Qualität bekommt.

Das ist insofern interessant, weil Levine damit genau vor dem Problem stand, das die gesamte Produktion begleiten sollte: Anna Karenina durfte nicht einfach wie eine Vertonung des Romans klingen.

Es musste ein Musical werden.

Vom Workshop zur ernsthaften Produktion

Im Workshop konnte das Team zunächst ausprobieren, was funktionierte. Songs wurden geschrieben und wieder verändert. Szenen konnten vor Publikum getestet werden. Die Geschichte musste immer wieder daraufhin überprüft werden, ob sie auch ohne Tolstojs umfangreiche Erzählstruktur verständlich blieb. Aus dieser Entwicklungsarbeit entstand schließlich eine vollständige Musicalfassung. Und irgendwann begann sich die Frage zu verändern.

Nicht mehr:

„Kann man daraus ein Musical machen?“

Sondern:

„Kann dieses Musical auf einer professionellen Bühne funktionieren?“

Die Antwort sollte ausgerechnet aus dem Umfeld des Circle in the Square Theatre kommen.

Theodore Mann hört zu

Theodore Mann war eine wichtige Figur der New Yorker Theaterszene und Mitbegründer des Circle in the Square. Als künstlerischer Leiter des Theaters hatte er ein besonderes Interesse an ungewöhnlichen Stoffen und neuen Arbeiten. Das Circle in the Square war außerdem kein typisches großes Broadway-Haus. Der Spielort am Broadway war für seine intime, arenaartige Bühnensituation bekannt.

Für ein Musical über Tolstojs russische Gesellschaft konnte das zunächst wie eine merkwürdige Kombination wirken. Ein gigantischer Roman. Ein kleines Theater. Eine neue Partitur. Zwei noch wenig bekannte Autoren. Doch genau diese Kombination sollte später das Aussehen der Produktion bestimmen.

Mann übernahm schließlich nicht nur die Produktion, sondern auch die Regie. Für die musikalischen Sequenzen wurde Patricia Birch gewonnen, eine erfahrene Choreografin und Regisseurin, die unter anderem durch Arbeiten an Grease und West Side Story bekannt war. Die Broadway-Unterlagen führen Jonathan Stuart Cerullo als Associate Choreographer.

Nun hatte das Musical ein professionelles Kreativteam. Was noch fehlte, waren die Menschen, die diese Geschichte auf der Bühne zum Leben erwecken sollten.

Eine junge Schauspielerin kommt zum Workshop

Eine dieser Darstellerinnen war Melissa Errico.

Für sie war Anna Karenina zu diesem Zeitpunkt noch keine Broadway-Produktion. Sie war Studentin an der Yale University und kam zu einem Workshop-Vorsprechen. Und sie kam nicht unvorbereitet.

Errico hatte Tolstojs Roman gelesen und fühlte sich stark von der Welt der Geschichte angezogen. Sie erschien beim Vorsprechen in einem langen, hochgeschlossenen grünen Kleid, das sie sich von ihrer Mutter geliehen hatte, und brachte sogar ein kleines Gepäckstück mit. Damit wollte sie offenbar bereits äußerlich vermitteln, dass sie sich auf diese Welt eingelassen hatte.

Sie wurde für Kitty besetzt. Für Errico war das ein wichtiger Schritt. Für die Produktion sollte sich ihre Besetzung ebenfalls als Glücksfall erweisen. Denn während Anna Karenina später vor allem wegen seiner Titelrolle diskutiert werden sollte, gehörte Kitty zu den Figuren, die das Publikum besonders überzeugten. Aber davon war zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu sehen.

Erst einmal musste das Musical auf die Bühne.

Eine ungewöhnliche Entscheidung für das Bühnenbild

James Morgan entwarf das Bühnenbild, Carrie Robbins die Kostüme und Mary Jo Dondlinger das Licht.

Dabei entschied sich das Team nicht dafür, Tolstojs Russland mit riesigen Kulissen nachzubauen. Im Gegenteil. Die Produktion blieb erstaunlich reduziert. Eine fast leere Spielfläche musste unterschiedliche Orte entstehen lassen. Das war nicht nur eine ästhetische Entscheidung, sondern auch eine praktische Konsequenz des kleinen Circle in the Square.

Es glich einem bewusst klein gehaltenem Kammermusical mit einem minimalistischen Bühnenbild und einem Orchester von lediglich sieben Musikern. Das bedeutete allerdings auch, dass die Inszenierung sehr viel aus den Darstellern herausholen musste.

Wenn kein riesiges Bühnenbild die Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, mussten die Beziehungen zwischen den Figuren funktionieren.

Wenn kein großes Orchester die emotionalen Höhepunkte überwältigend aufladen konnte, musste Levine seine Wirkung mit einer vergleichsweise kleinen Besetzung erzielen.

Das Musical wurde dadurch intimer, als man es bei einem Stoff wie Anna Karenina vielleicht erwartet hätte.

Ann Crumb wird Anna

Für die Titelrolle wurde Ann Crumb verpflichtet.

Sie hatte bereits Broadway-Erfahrung und war unter anderem als Rose Vibert in Andrew Lloyd Webbers Aspects of Love zu sehen gewesen. Die Rolle der Anna war nun eine völlig andere Herausforderung.

Crumb musste eine Frau darstellen, deren Leben sich innerhalb der Geschichte immer stärker verengt. Anna beginnt als gesellschaftlich angesehene Ehefrau und Mutter. Dann begegnet sie Wronski. Aus einer zunächst kaum greifbaren Anziehung entsteht eine leidenschaftliche Beziehung. Gleichzeitig verliert Anna immer mehr von dem, was ihr bisher Sicherheit gegeben hat.

Die Rolle verlangte deshalb nicht nur eine starke Sängerin, sondern eine Darstellerin, die einen inneren Zerfall auf der Bühne glaubhaft machen konnte. Doch bevor irgendjemand  überhaupt etwas zu sehen bekam, musste das Ensemble erst einmal herausfinden, wie diese ungewöhnliche Musicalfassung funktionieren sollte.

Das Ensemble formt Tolstojs Welt

Neben Ann Crumb standen John Cunningham als Karenin und Scott Wentworth als Wronski im Zentrum des Dreiecks. Gregg Edelman übernahm Levin, Jerry Lanning spielte Annas Bruder Stiwa und Melissa Errico verkörperte Kitty. Der junge Erik Houston Saari spielte Annas Sohn Sereja. Damit war eine interessante Mischung entstanden.

Auf der einen Seite standen etablierte Broadway-Darsteller, auf der anderen jüngere Künstler wie Errico, für die das Musical einen wichtigen Schritt in ihrer Karriere bedeutete. Und während die Proben voranschritten, musste das Team feststellen, dass die größte Herausforderung nicht unbedingt darin lag, Tolstojs Geschichte auf die Bühne zu bringen. Die größere Herausforderung bestand darin, sie als Musical glaubwürdig zu machen.

Tolstoi wehrt sich gegen das Musical

Je näher die Produktion der Broadway-Reife kam, desto deutlicher wurde, wie schwierig die Aufgabe war. Ein Roman kann sich Zeit lassen, ein Musical kann das nicht. Eine Figur kann im Roman über Seiten hinweg nachdenken. Auf der Bühne muss dieser innere Konflikt häufig in wenigen Minuten verständlich werden. Kellogg nahm deshalb erhebliche Veränderungen vor.

Besonders die Geschichte um Kitty und Levin wurde stärker verändert und teilweise leichter und komödiantischer angelegt. Genau das sollte später zu den umstrittensten Entscheidungen der Produktion gehören. Die zeitgenössische UPI-Kritik warf Kellogg sogar vor, die Handlung an einigen Stellen so stark verändert zu haben, dass wichtige Figuren Tolstojs deutlich anders wirkten. Kitty wurde dort als wesentlich naiver beschrieben, während Levin stärker als komödiantische Figur erschien.

Das zeigt, vor welchem Dilemma die Autoren standen. Wenn sie Tolstoi zu genau folgten, drohte ein schwerfälliges, überladenes Bühnenstück. Wenn sie ihn zu stark vereinfachten, konnte das Musical die Tiefe des Romans verlieren. Die Balance war äußerst schwierig.

Und dann kommt der Broadway in Sicht

Nach ungefähr zwei Jahren Entwicklungsarbeit war aus dem Workshopprojekt eine vollständige Produktion geworden. Nun sollte Anna Karenina tatsächlich am Broadway erscheinen.

Das Circle in the Square bot dafür einen ungewöhnlichen Rahmen. Das Theater war klein, die Bühne war zentral angelegt und das Orchester war klein. Und die Produktion war weit entfernt von jener gigantischen Broadway-Ästhetik, die viele Zuschauer mit einem historischen Stoff verbinden.

Stattdessen sollte Anna Karenina als konzentriertes musikalisches Drama funktionieren. Theodore Mann führte Regie, Patricia Birch gestaltete die musikalischen Sequenzen, Peter Matz orchestrierte die Musik und Nicholas Archer übernahm die musikalische Leitung. Die Produktion war nun bereit für das Publikum. Oder zumindest sollte sie das sein.

11. August 1992: Die ersten Zuschauer kommen

Am 11. August 1992 begann Anna Karenina mit seinen Broadway-Previews. Damit begann die entscheidende Phase. Nicht mehr Workshop, nicht mehr geschützte Entwicklung, nicht mehr nur die Einschätzung von Kollegen. Jetzt saßen zahlende Zuschauer im Circle in the Square.

Und während diese Vorstellungen liefen, zeichnete sich bereits ab, dass Anna Karenina kein Musical werden würde, das das Publikum mit einer spektakulären Broadway-Maschinerie überwältigt.

Die Stärke sollte in den Figuren liegen. In der Intimität. In der Musik. In den Darstellern. Doch genau dort lag auch die Gefahr.

Denn wenn eine so reduzierte Produktion emotional nicht funktioniert, gibt es kaum etwas, das ihre Schwächen verdecken kann.

Der Broadway-Abend

Am 26. August 1992 öffnete sich im Circle in the Square schließlich der Vorhang zur offiziellen Premiere. Die Produktion war damit tatsächlich am Broadway angekommen. Zwei Jahre zuvor hatte sie noch als Workshopprojekt begonnen. Peter Kellogg und Daniel Levine waren noch keine etablierten Musicalautoren gewesen. Jetzt standen ihre Namen auf einem Broadway-Playbill. Und Ann Crumb stand als Anna Karenina im Mittelpunkt einer neuen Broadway-Produktion.

Doch die entscheidende Frage war noch nicht beantwortet: Würde das Publikum diese ungewöhnliche Musicalfassung von Tolstojs Tragödie annehmen?

Nur 46 Vorstellungen

Am Ende konnte sich die Produktion am Broadway nicht dauerhaft halten. Nach 18 Previews und 46 regulären Vorstellungen schloss Anna Karenina am 4. Oktober 1992 wieder seine Türen. Damit war der Broadway-Lauf ausgesprochen kurz.

Trotzdem verschwand das Musical nicht vollständig. Peter Kellogg und Daniel Levine hatten ein Werk geschaffen, das auch nach dem Broadway weiter aufgeführt wurde. Insbesondere in Japan entwickelte sich später ein bemerkenswertes Interesse an der Produktion; dort entstanden weitere Aufführungen und schließlich auch eine japanische Aufnahme.

Und noch etwas blieb von der Broadway-Produktion zurück. Anna Karenina erhielt mehrere Tony-Nominierungen. Ann Crumb wurde als Beste Hauptdarstellerin in einem Musical nominiert, Gregg Edelman als bester Nebendarsteller, Peter Kellogg für das Buch und Kellogg und Levine gemeinsam für die Musik beziehungsweise Liedtexte.

Der Broadway-Erfolg, den sich die Beteiligten vermutlich erhofft hatten, blieb also aus. Aber das Projekt war keineswegs bedeutungslos.

Was bleibt von diesem ungewöhnlichen Musical?

Vielleicht ist gerade die Entstehung von Anna Karenina spannender als die kurze Broadway-Laufzeit vermuten lässt.

Denn das Musical zeigt, wie ein gewaltiger literarischer Stoff entstehen kann, wenn zwei noch relativ junge Musicalmacher sich an eine Aufgabe wagen, die zunächst beinahe unmöglich erscheint. Peter Kellogg und Daniel Levine begannen nicht mit einem großen Broadwayauftrag. Sie begannen in einem Workshop. Sie mussten Tolstojs riesigen Roman auf seine musikalisch erzählbare Essenz reduzieren. Sie entwickelten das Stück über Jahre hinweg weiter. Theodore Mann erkannte das Potenzial der Arbeit und brachte sie mit dem Circle in the Square an den Broadway. Patricia Birch half dabei, aus der kleinen Bühne eine eigene musikalische Welt entstehen zu lassen.

Und Darsteller wie Ann Crumb, Scott Wentworth, Gregg Edelman und die damals noch sehr junge Melissa Errico gaben dieser Fassung schließlich ein Gesicht. Das Ergebnis war kein neuer Les Misérables-Moment und auch kein langfristiger Broadway-Hit. Aber vielleicht muss ein Musical nicht jahrzehntelang laufen, um eine interessante Geschichte zu erzählen. Manchmal liegt die eigentliche Geschichte bereits in dem Versuch selbst. Und bei Anna Karenina beginnt sie mit einer Frage, die auch heute noch erstaunlich klingt:

Wie bringt man einen der größten Romane der Welt zum Singen? Peter Kellogg und Daniel Levine haben darauf 1992 ihre ganz eigene Antwort gegeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert