Broadway Highlights (KW 21 / 22)

Principal Casting: Neue Gesichter in den Hauptrollen

Maybe Happy Ending

Das Belasco Theatre gab den lange angekündigten und meisterwarteten Hauptrollen-Wechsel des Frühjahrs bekannt:

  • Der Wechsel: Am Dienstag, den 19. Mai 2026, übernahm Zachary Noah Piser (Redwood, Dear Evan Hansen) offiziell die Hauptrolle des Roboters Oliver vom bisherigen Star Darren Criss.
  • Zweite Hauptrolle besetzt: Gleichzeitig stieg Hannah Kevitt (bisherige Premieren-Besetzung und Standby) dauerhaft als Claire ein. Die beiden führen die mehrfach preisgekrönte Produktion nun durch die Haupt-Sommersaison.

Full Casting für Les Misérables steht

Gleich am Montag, dem 18.Mai gab es eine riesige Meldung für ein spektakuläres Sommer-Event in New York. Für die mit Spannung erwartete und einzige Nordamerika-Station von Les Misérables: The Arena Concert Spectacular wurden die finalen Hauptrollen verkündet:

  • Die Neuzugänge: Der dreifache Olivier-Award-Gewinner Philip Quast (der 1987 die Rolle des Javert in Australien prägte und beim legendären 10-jährigen Jubiläum sang) kehrt für das New Yorker Gastspiel am Radio City Music Hall als Bishop of Digne zur Show zurück. Zudem wurde Rob Madge offiziell als Bamatabois bestätigt.
  • Das Ensemble: Sie ergänzen das bereits hochkarätig angekündigte Team um Alfie Boe, Killian Donnelly, Samantha Barks und Matt Lucas für den zeitlich begrenzten Run im Juli/August.

Neuer Stern für das dienstälteste Musical Chicago

Das Ambassador Theatre meldete ebenfalls den Vollzug für die heiße Sommerphase:

  • Die Besetzung: Krysta Rodriguez (The Addams Family, Spring Awakening) wurde offiziell als neue Roxie Hart unter Vertrag genommen. Ihre Spielzeit startet im Laufe des Sommers und soll dem Dauerbrenner am Broadway frische Publikumsschübe zur Urlaubssaison bringen.

Openings & Previews: Termine

Durch die Tony-Nominierungen gibt es im Mai traditionell keine neuen Shows.

Closings: Letzte Chance

Beaches verlässt den Broadway

Das am kürzesten laufende Musical-Kapitel dieses Frühlings ging direkt am Anfang wieder zu Ende:

  • Das Closing: Das neue Musical Beaches spielte am Sonntag, den 17. Mai 2026, seine unwiderruflich letzte Vorstellung.

Death Becomes Her zieht den Schlussstrich

Die wirtschaftlich weitreichendste Nachricht für die Theaterlandschaft wurde am Montag, den 18. Mai 2026, offiziell von der Universal Theatrical Group verkündet:

  • Das Datum: Das stargespickte Musical Death Becomes Her (mit Betsy Wolfe und Jennifer Simard) wird seine Broadway-Pforten am 28. Juni 2026 am Lunt-Fontanne Theatre schließen.

Box Office & Rekorde

Die Spitzenreiter

Die absoluten Kassenmagnete wurden von den klassischen Dauerbrennern und den am heißesten diskutierten Produktionen der Saison angeführt:

  • Hamilton: Verzeichnete einen massiven Sprung nach oben. Die Show legte um 177.000 Dollar zu und sicherte sich mit 1,89 Millionen Dollar Einspielergebnis bei einer Auslastung von knapp über 100 % (Stehplätze eingerechnet) den Spitzenplatz unter den Musicals.
  • The Lion King: Bleibt ein verlässliches Schwergewicht am Broadway, büßte zwar minimal ein, thronte aber dennoch unangefochten bei starken 1,71 Millionen Dollar.
  • MJ The Musical: Erlebte ein starkes Frühjahrs-Hoch, kletterte um weitere 73.000 Dollar nach oben und spielte solide 1,44 Millionen Dollar ein.

Die Post-Tony-Gewinner

Für kleinere oder neuere Produktionen zeigt sich der finanzielle Effekt der Nominierungen jetzt ganz deutlich an den Kassen:

  • Maybe Happy Ending: Das intime Roboter-Musical erlebte einen phänomenalen Aufschwung. Nach den Nominierungen strömten die Zuschauer ins Belasco Theatre. Die Show holte ein Plus von 138.000 Dollar und feierte mit 1,17 Millionen Dollar eine ihrer stärksten Einspielwochen überhaupt.
  • Ragtime: Das Lincoln-Center-Revival hält seine Position eisern. Angeführt von den Tony-Favoriten spielte das Stück 1,25 Millionen Dollar ein. Und das vor einem restlos ausverkauften Haus (100 % Kapazität).
  • Aladdin: Überraschte mit einem späten Frühjahrs-Spurt und sprang um 112.000 Dollar nach oben auf insgesamt 1,05 Millionen Dollar.

Die Sorgenkinder

Die Zahlen der League zeigen glasklar, warum einige Produktionen in genau diesen zwei Wochen die Reißleine ziehen mussten, da die Kluft zwischen den Megahits und den schwächelnden Shows extrem groß ist:

  • Death Becomes Her: Der finanzielle Sinkflug vor der Schließungsankündigung ist schwarz auf weiß belegbar. Die Show verlor in der KW 21 erneut 70.000 Dollar und stürzte auf magere 693.000 Dollar ab – bei den enormen Produktions- und Lizenzkosten für das Lunt-Fontanne Theatre ein klares Defizitgeschäft, das zum angekündigten Juni-Aus führte.
  • & Juliet: Kämpft im späten Frühjahr spürbar mit Zuschauerschwund, verlor weiter an Boden und rutschte auf 625.000 Dollar ab.

Beaches: Bestätigte die harten Gesetze des Marktes. Mit einem Einspielergebnis von gerade einmal 488.048 Dollar reichten die Einnahmen im Majestic Theatre hinten und vorne nicht.

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