Pretty Woman - Das Musical
EINLEITUNG
Pretty Woman – Das Musical bringt die bekannte Liebeskomödie von 1990 als lebendiges Bühnenwerk auf die Bühne. Basierend auf dem Film mit Julia Roberts und Richard Gere erzählt es die Geschichte der Prostituierten Vivian Ward und des Geschäftsmanns Edward Lewis, deren Begegnung zu einer unwiderstehlichen Romanze führt. Mit Pop-Rock-Songs von Bryan Adams und Jim Vallance feiert das Musical Themen wie Liebe über Klassengrenzen hinweg, Selbstfindung und Glamour. Seit der Uraufführung 2018 begeistert es weltweit Millionen von Zuschauern durch opulente Kostüme, dynamische Choreografien und emotionale Balladen. Pretty Woman – Das Musical verbindet Nostalgie mit frischem Bühnenflair und lädt ein, in die Welt von Rodeo Drive und Hollywood einzutauchen.
ZUSAMMENFASSUNG
In Pretty Woman – Das Musical trifft die unbeschwerte Prostituierte Vivian Ward (ursprünglich eine Cello-Spielerin aus dem Mittleren Westen) zufällig auf den reichen Unternehmer Edward Lewis, der in Los Angeles strandet. Er engagiert sie für eine Woche als Begleiterin zu Geschäfts- und Gesellschaftsveranstaltungen gegen 3.000 Dollar. Vivian taucht ein in eine Welt aus Luxus: Edward schenkt ihr ein rotes Abendkleid, Perlen und High Heels, die sie zur perfekten Escort-Dame machen. Während Opern- und Geschäftsabende vertieft sich ihre Beziehung. Edward öffnet sich emotional, und Vivian entdeckt ihr Selbstwertgefühl. Doch Philips, Edwards Anwalt, sabotiert die Romanze aus Eigennutz, und Kits Einfluss droht Vivian zurück in die Gosse zu ziehen. Konflikte um soziale Unterschiede und vergangene Traumata kulminieren, bis Liebe siegt. Das Musical endet mit einem Happy End, in dem beide ihre Freiheit wählen und doch zusammenfinden.
HANDLUNG
! SPOILER-ALARM !
Die Handlung von Pretty Woman – Das Musical spielt chronologisch in Los Angeles und folgt dem Film eng, erweitert durch neue Songs und Bühnenmomente.
Akt 1: Alles beginnt mit „Welcome to Hollywood“, wo der Happy Man die glitzernde, aber harte Welt der Stadt einführt. Vivian Ward, eine optimistische Prostituierte, teilt mit ihrer Freundin Kit de Luca ein schäbiges Apartment. Vivian sehnt sich nach einem Ausweg („Anywhere But Here“). Edward Lewis, ein skrupelloser Geschäftsmann, leiht sich Vivians Auto, nachdem sein Porsche liegengeblieben ist. Beeindruckt von ihrer Frische, engagiert er sie für eine Woche als Begleiterin zu Veranstaltungen für 3.000 Dollar. Kit warnt sie, doch Vivian sieht ihre Chance („Something About Her“). Am nächsten Tag verwandelt ein Shopping-Trip auf dem Rodeo Drive Vivian: Verkäufer, anfangs abweisend, werden durch Edwards Kreditkarte großzügig („Rodeo Drive“). Sie erhält ein rotes Kleid, Perlen und Stiefel. Abends beim Opernbesuch, „La Traviata“, fasziniert Vivian Edwards Partner mit ihrem Charme. Edward gesteht ihr seine Zuneigung („You’re Beautiful“). Im Hotel eröffnet Edward Vivian seine Einsamkeit („Freedom“), während Vivian in der Badewanne Prince singt und ihre Verletzlichkeit zeigt. Am nächsten Tag besucht Edward seinen Anwalt Philip Stuckey, der ein Immobilien-Projekt plant, das Armen schadet. Vivian konfrontiert Edward damit und weckt sein Gewissen. Sie verbringen eine magische Nacht („On A Night Like Tonight“), doch Edward hält Distanz. Kit fordert ihren Anteil und drängt Vivian zur Rückkehr. Vivian fühlt sich wie the „Luckiest Girl In The World“, doch innere Zweifel wachsen („Don’t Forget To Dance“).
Akt 2: Bei einer Gala singt das Ensemble „Welcome to Our World“. Philip flirtet aggressiv mit Vivian, was Edward eifersüchtig macht. Vivian gesteht ihre Vergangenheit („This Is My Life“). Sie besucht Kit in der Bar Blue Banana, wo Giulio sie warnt. Edward rettet sie vor einem Freier und gesteht Gefühle („You And I“). Doch Philip überredet Edward, Vivian fallen zu lassen aus Angst vor einem Skandal. Er wirft ihr Geld hin und schickt sie weg. Verzweifelt kehrt Vivian zu Kit zurück, doch Philip verprügelt Kit später. Vivian wirft das Geld weg („I Can’t Go Back“). Edward bereut („Freedom Reprise“) und sucht sie. Er findet Vivian auf dem Hollywood Boulevard, erklärt seine Liebe und rettet Kit vor Philip. Gemeinsam feiern sie („Never Give Up On A Dream“). Das Finale „Together Forever“ und „Long Way Home“ kulminieren in einer romantischen Ballade, wo Vivian und Edward sich küssen. Sie steigt nicht in seinen Jet, sondern fährt auf seinem Porsche davon, symbolisch frei.
HISTORISCHER, THEMATISCHER UND KULTURELLER KONTEXT
Pretty Woman – Das Musical adaptiert den 1990er-Film, der mit 463 Millionen Dollar Einspielergebnis ein Kultphänomen wurde und Julia Roberts zum Star machte. Der Titelsong von Roy Orbison (1964) prägte die Popkultur. Thematisch kontrastiert es Reichtum und Armut, thematisiert Prostitution als Ausweg aus Not, Frauenemanzipation und Liebe als transformative Kraft, da es Geschlechterrollen der 90er widerspiegelt, die heute als veraltet gelten.
Kulturell steht es für 80er/90er-Romantik-Komödien („Pretty Woman Effect“: Boom für rote Kleider).
Historisch entstand es post-#MeToo, glättet Ecken für Familienpublikum. Es kritisiert Kapitalismus (Edwards Übernahmen) und feiert Individualismus. In Deutschland spiegelt die Tour 2025 den Boom romantischer Musicals wider.
PREMIEREN
Premieren: Uraufführung am 13. März 2018 im Oriental Theatre, Chicago;
Broadway-Premiere 16. August 2018 im Nederlander Theatre (bis 18. August 2019, 420 Aufführungen).
Deutschlandpremiere 29. September 2019 im Theater an der Elbe, Hamburg;
West End 2. März 2020 im Piccadilly Theatre.
Aktuell tourt es 2025/26 durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
KREATIV-TEAM
Das Kreativteam von Pretty Woman – Das Musical umfasst Buchautor Garry Marshall und J.F. Lawton (basierend auf ihrem Film), Musik und Lyrics von Bryan Adams und Jim Vallance.
Regie und Choreografie führte Jerry Mitchell (Tony-Auszeichnungen für Kinky Boots und La Cage aux Folles). Bühnenbild stammt von David Rockwell, Kostüme von Gregg Barnes, Licht von Kenneth Posner und Sound von John Shivers.
DARSTELLER
Bei der Premiere in Chicago und Broadway spielte Samantha Barks Vivian Ward (ihr Broadway-Debüt), Steve Kazee bzw. Andy Karl Edward Lewis, Orfeh Kit de Luca, Jason Danieley Philip Stuckey, Eric Anderson Happy Man/Mr. Thompson.
Spätere Besetzungen:
Broadway sah Adam Pascal und Brennin Hunt als Edward.
West End: Aimie Atkinson (Vivian), Danny Mac (Edward), später Oliver Tompsett; Rachael Wooding bzw. Courtney Bowman als Kit.
UK-Tour: Amber Davies (Vivian), Oliver Savile (Edward).
Niederlande: Shanna Slaap (Vivian), Jan Kooijman (Edward).
Deutsche Tour 2025/26: Shanna Slaap als Vivian, Mathias Edenborn als Edward, Sophie Reinicke als Kit, Benjamin Plautz als Philip.
CHARAKTERE
Siehe oben
MUSIK
Pretty Woman – Das Musical umfasst 16 neue Songs im Pop-Rock-Stil: „Welcome to Hollywood“, Energetischer Opener über L.A.s Fassade. „Anywhere But Here“, Vivians Sehnsucht nach Veränderung. „Something About Her“, Edwards Faszination. „Luckiest Girl In The World“, Vivians Shopping-Euphorie. „Rodeo Drive“, Mitreißender Ensemble-Hit über Luxus. „On A Night Like Tonight“, Romantischer Höhepunkt. „Freedom“, Edwards Ballade zur Einsamkeit. „You’re Beautiful“, Liebeserklärung. „Never Give Up on A Dream“, Motivierender Ensemble-Song. „You And I“, Paar-Duett. „Together Forever“, Feierliches Finale.
BÜHNENBILD, KOSTÜME, EFFEKTE
folgt
AUSZEICHNUNGEN
Pretty Woman – Das Musical erhielt gemischte Kritiken, glänzte aber bei Publikumspreisen.
Broadway 2019: Broadway.com Audience Awards, Andy Karl: Favorite Leading Actor (gewonnen), Orfeh: Favorite Featured Actress und Diva Performance (gewonnen); Samantha Barks & Andy Karl: Favorite Onstage Pair (nominiert).
Keine Tony-Nominierungen, doch Choreografie von Jerry Mitchell wurde gelobt.
Tours und Hamburg-Produktion feierten Kassenerfolge.
PRESSE- UND ZUSCHAUERSTIMMEN
folgt
TRIVIA / FUN FACTS
Julia Roberts besuchte die Broadway-Premiere 2018.
Roy Orbisons Söhne sangen „Oh, Pretty Woman“ live 2019.
Samantha Barks debütierte so auf Broadway.
Das Musical brach den Nederlander-Theater-Rekord.
Im Film sang Vivian Prince.
Deutsche Tour startet 2025 mit Shanna Slaap, die aus Niederlanden kommt.
Bryan Adams schrieb abgelehnte Songs für eigene Alben.
