Sturmwarnung in Fürth

Ein Meilenstein für das queere Musiktheater

Draußen tobt ein unheimlicher Sturm, drinnen in einer rätselhaften Kirche suchen Jugendliche Zuflucht. Was wie ein spannendes Kammerspiel beginnt, entpuppt sich als eine tiefgreifende Reise zu sich selbst. Am 1. Mai feiert das neue Musical „Im Auge des Sturms“ seine Uraufführung im Kulturforum Fürth – und wir verraten euch, warum ihr dieses Projekt unbedingt auf dem Schirm haben solltet.

​Worum geht es?

„Im Auge des Sturms“ erzählt von einer Gruppe Jugendlicher, die in einer Kirche Schutz vor einem mysteriösen Sturm suchen. Die Jugendlichen, die dort teilweise schon lange abgeschottet leben, werden mit ihren eigenen inneren Stürmen konfrontiert.

Im Zentrum stehen Charaktere wie die Neuankömmlingin Lila, der Gruppenanführer Trito und die Freunde Felix und Pepper. Während der Sturm draußen alles zu zerstören droht, müssen sie sich drinnen drängenden Fragen stellen: Wer bin ich? Wen darf ich lieben? Und wo gehöre ich hin, wenn die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr existiert?

Das Stück von Nic Schilling (Musik & Text), Annabell Strobel und Isa Fallenbacher erzählt eine berührende Coming-of-Age-Geschichte. Die Regie und Choreografie liegt in den Händen von Nele Neugebauer.

Warum ist das Stück ein Highlight?

  1. Authentische Repräsentation: Hinter der Produktion steht der Förderverein Queeres Musiktheater e.V. Das Ziel: Queere Lebensrealitäten nicht nur als Randnotiz, sondern als kraftvolles Zentrum der Handlung zu zeigen. Themen wie Gender-Identität, Asexualität und Akzeptanz werden hier nicht nur „besprochen“, sondern gelebt.
  2. Kühner Sound-Mix: Musikalisch erwartet uns etwas Besonderes: Nic Schilling verwebt kirchenmusikalische Elemente mit modernem, zeitgenössischem Sound. Diese Kontraste spiegeln die Zerrissenheit der Charaktere perfekt wider.
  3. Inklusion, die beim Ticketkauf beginnt: Besonders beeindruckend ist das soziale Engagement des Projekts. Unter dem Motto „Zahl was du kannst“ bricht das Team finanzielle Barrieren auf. Mit dem „Sozialpreis“ ab 8 Euro wird sichergestellt, dass Theater kein Luxusgut bleibt, sondern für alle Menschen zugänglich ist – ein echtes Statement für soziale Inklusion!

Unser Fazit

„Im Auge des Sturms“ ist mehr als nur Unterhaltung. Es ist ein künstlerisches Statement gegen queerfeindliche Gewalt und für eine Gesellschaft, die Vielfalt feiert. Wer mutiges, neues Musiktheater erleben will, sollte sich schnell Tickets sichern.

Lust auf mehr Tiefgang? In unserem Spotlight werfen wir einen genaueren Blick auf die Produktion & Hintergründe

Diskutiert mit uns! Ist „Queeres Musiktheater“ eine notwendige Nische oder grenzen wir uns damit selbst aus? Sagt uns eure Meinung im Stage Talk!

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