Darsteller des Monats Juni
Stefan Reil
Stefan Reil – Zwischen Bühne, Bildschirm und Business
Wer Stefan Reil einmal auf der Bühne erlebt hat, versteht sofort, warum man ihn als „Triple Threat“ bezeichnet! Jemanden, der singt, tanzt und spielt, als wäre all das eine einzige, selbstverständliche Sache. Der gebürtige Landshuter hat sich in der deutschsprachigen Musical- und Theaterszene einen Namen erarbeitet, der für künstlerische Vielseitigkeit und internationalen Anspruch steht.
Seinen Weg dorthin hat er konsequent und weiträumig angelegt: Die Ausbildung an den Performing Art Studios Vienna legte das Fundament, das Broadway Dance Center in New York schärfte den Blick und das Gespür für das, was auf den großen Bühnen dieser Welt zählt. Dieser internationale Hintergrund ist bis heute spürbar, wenn Stefan Rollen verkörpert, die Präzision, Ausdruck und Bühnenpräsenz in gleichem Maße verlangen.
Zu seinen bemerkenswertesten Momenten auf der Bühne zählt die Uraufführung von Madagascar 2019, in der er die Rolle des Löwen Alex kreierte – eine Figur, die er von Grund auf mitgestalten durfte. Ebenso war er Teil der deutschsprachigen Erstaufführung von Marie Antoinette. Ein Musical, das in Asien bereits Kultstatus erreichte und von Sylvester Levay und Michael Kunze stammt, dem Erfolgsteam von Elisabeth und Mozart!. Seine Karriere führte ihn weiter an renommierte Häuser wie das Raimundtheater Wien, die Volksoper Wien oder das Staatstheater Darmstadt. Adressen, die im Theatergeschäft für sich sprechen.
Doch Stefan Reil ist nicht nur Darsteller. Gemeinsam mit Stefan Tolnai betreibt er in Hamburg die Künstleragentur AGENTUR T3, benannt eben nach jenem Triple-Threat-Prinzip, das seinen eigenen künstlerischen Werdegang geprägt hat. Die Agentur versteht sich als mehr als ein klassisches Vermittlungsbüro: Sie vernetzt Künstler mit Fotografen, Filmern, Castern und Mentaltrainern und schafft damit ein Netzwerk, das Talente ganzheitlich begleitet. Dass jemand, der selbst auf der Bühne steht, eine solche Struktur aufbaut, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Branchenkenntnissen, die man sich nicht anlesen kann.
Abseits des Theaters war Stefan regelmäßig im deutschen Fernsehen präsent, unter anderem in Pastewka und Switch Reloaded, und ist auch als Model aktiv. Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch (dazu Bayerisch und Wienerisch) machen ihn zu einem Künstler, der in europäischen Produktionen mühelos zwischen Kulturen und Kontexten wechseln kann.
Stefan Reil steht damit für eine Art Karriere, die im heutigen Kulturbetrieb zunehmend rar und gefragt ist: jemand, der die Bühne liebt, aber weit genug über sie hinausdenkt, um auch hinter den Kulissen etwas zu bewegen.
