Evil Dead

EINLEITUNG

Das Musical „Evil Dead“ verbindet gruseligen Splattenhumor, rockige Songs und jede Menge bluttriefenden Spaß zu einem einzigartigen Theatererlebnis. Inspiriert von Sam Raimis Kult-Horrorfilm aus den 1980er-Jahren, bringt die Bühnenadaption die wilde Mischung aus Horror, Comedy und Musical-Energie auf die Bühne, bespickt mit viel Augenzwinkern und Fankultur. Seit seiner Premiere begeistert das Stück Fans des Genres weltweit und genießt mittlerweile Kultstatus unter Musical- und Horrorfans gleichermaßen.

ZUSAMMENFASSUNG

Fünf College-Freunde machen Urlaub in einer abgelegenen Hütte im Wald. Dort entdecken sie das Necronomicon, ein uraltes Buch der Toten, das versehentlich blutrünstige Dämonen erweckt. Besonders Ash Williams, der sympathische Antiheld mit Kettensägenhand, gerät bald in den Mittelpunkt des Geschehens. Einer nach dem anderen wird von bösen Mächten besessen, und bald kämpft Ash ums nackte Überleben; bewaffnet mit einer Motorsäge, einem Gewehr und einer ordentlichen Portion schwarzem Humor. Das Musical verwandelt diesen schaurigen Horrorstoff in eine ironische, rockige Bühnenshow voller Slapstick, Gesang und Spritzblut.

HANDLUNG

!SPOILER-ALARM!

Das Musical beginnt mit einer fröhlichen Autofahrt: Ash Williams, seine Freundin Linda, Ashs Schwester Cheryl, Ashs bester Freund Scott und Scotts Freundin Shelly machen sich auf den Weg zu einer einsamen Hütte. Dort wollen sie ein Wochenende ohne Sorgen verbringen. Doch schon bei der Ankunft spürt Cheryl eine seltsame Präsenz. Der Wald scheint zu leben…

Im Keller der Hütte entdecken die Freunde ein mysteriöses Buch, das Necronomicon Ex-Mortis, sowie ein Tonbandgerät mit den Aufnahmen eines Archäologen. Als Ash die Aufnahme abspielt, wird ein uralter Zaubertext aktiviert, der böse Geister freisetzt. Einer nach dem anderen wird von den Dämonen besessen. Cheryl verwandelt sich als erste, und Ash muss seine eigene Schwester bekämpfen.

Während die Bedrohung zunimmt, entwickelt sich Ash zum unfreiwilligen Helden. In chaotischen Kämpfen verliert er Freunde, seine Geliebte Linda und schließlich ein Stück seiner Menschlichkeit. Doch mit Galgenhumor und einer Motorsäge anstelle seiner Hand stellt er sich den Dämonen entgegen.

Im zweiten Akt erreicht der Wahnsinn seinen Höhepunkt: Blutfontänen, Gesang und Tanznummern vermischen sich zu einer Parodie auf klassische Horrorfilme. Schließlich stellt sich heraus, dass das Necronomicon durch den Tod des Archäologen freigesetzt wurde, dessen Tochter Annie nun an der Hütte ankommt. Gemeinsam versuchen Ash und Annie, die Dämonen zu bannen, mit tragischen und komischen Folgen zugleich.

Das Finale gipfelt in einem humorvollen, überdrehten Showdown, der mehr an eine Rockoper als an einen Gruselfilm erinnert. „Evil Dead – The Musical“ endet mit einem Augenzwinkern: Das Böse mag besiegt sein, doch der Wahnsinn lebt weiter. Auf der Bühne…

HISTOTISCHER, KULTURELLER & THEMATISCHER KONTEXT

„Evil Dead – The Musical“ ist eine humorvolle Liebeserklärung an das Horrorkino der 1980er. Sam Raimis „Evil Dead“-Filme prägten eine neue Art des Splatterfilms, der blutige Effekte mit absurdem Humor verband. Das Musical überträgt diesen Stil auf die Bühne, und das mit rockigen Melodien und viel Selbstironie. Es spielt mit Themen wie Überleben, Freundschaft und Wahnsinn, aber in einer fast karnevalesken, überzogenen Form. Besonders beliebt ist die sogenannte “Splatter Zone”, in der Zuschauer absichtlich mit Kunstblut bespritzt werden. Dieses interaktive Element machte die Show zu einem Fanfavoriten der „Cult-Musical“-Szene.

PREMIEREN

Uraufführung: 

13. August 2003


Deutschland-Premiere:

30. September 2026

KREATIV-TEAM

Buch und Text: George Reinblatt

Musik: Frank Cipolla, Christopher Bond, Melissa Morris, George Reinblatt

DARSTELLER

Bei der kanadischen Uraufführung spielte Ryan Ward die Hauptrolle des Ash Williams, die er auch in New York übernahm. Weitere ursprüngliche Darsteller waren Cheryl Torsha (Cheryl) und Tess Degenstein (Linda). Später verkörperten u.a. Bruce Dow und David Sajewich Ash in US-Tourneen. Im deutschsprachigen Raum wurde „Evil Dead – Das Musical“ erstmals 2017 in Hamburg und später in Wien von Fan- und Semi-Profi- Inszenierungen aufgeführt, meist in liebevollen, blutgetränkten Fanproduktionen.

MUSIK

„Cabin in the Woods“ – fröhlicher Auftakt über das bevorstehende Wochenende.

„All the Men in My Life Keep Getting Killed by Candarian Demons“ – selbstironischer Showstopper.

„Look Who’s Evil Now“ – Ashs Verwandlung zum Helden.

„What the F*** Was That?“ – absurdes Reaktionslied auf das Chaos im Wald.

„Do the Necronomicon“ – finale Tanznummer im Rock’n’Roll-Stil.

Die Musik mischt Rock, Pop und Musical-Showtunes, oft mit parodistischem Unterton.

AUSZEICHNUNGEN

„Evil Dead – The Musical“ erhielt mehrere kanadische Theaterpreise, darunter Nominierungen für Best New Musical beim Dora Mavor Moore Award.

TRIVIA & FUN FACTS

Einige Aufführungen bieten spezielle „Splatter Seats“, bei denen Zuschauer bewusst mit Kunstblut besprenkelt werden.

Das Musical enthält über 100 Liter Kunstblut pro Show.

In Kanada läuft die Show regelmäßig um Halloween herum, oft mit Mitternachtsvorstellungen.

Bruce Campbell, der originale Ash-Darsteller aus dem Film, nannte das Musical einmal „die einzig wahre Fortsetzung“.