Der Zauberer von Oz

EINLEITUNG

folgt

ZUSAMMENFASSUNG

Dorothy wird durch einen Wirbelsturm aus Kansas ins magische Land Oz katapultiert. Dort trifft sie Vogelscheuche, Blechmann und Löwen, die jeweils nach Hirn, Herz und Mut suchen. Gemeinsam folgen sie dem gelben Ziegelsteinweg zum Zauberer von Oz, um ihre Wünsche erfüllt zu bekommen. Sie besiegen die böse Hexe, nur um festzustellen, dass der mächtige Zauberer eine menschliche Projektion ist. Am Ende realisiert Dorothy: „There’s no place like home.“ 

HANDLUNG

! SPOILER-ALARM !

1. Kansas: Dorothy sehnt sich nach Abenteuer und wird durch einen Wirbelsturm nach Oz befördert.

2. Munchkinland: Ihr Haus tötet die böse Hexe des Ostens; sie wird als Heldin gefeiert.

3. Reisegruppe: Dorothy schließt sich Vogelscheuche (kein Gehirn), Blechmann (kein Herz) und Löwen (keinen Mut) an.

4. Emerald City: Der Zauberer stellt Bedingungen, u. a. Besiegen der bösen Hexe des Westens – Triumph, dann Enttarnung: Zauberer ist nur ein Mann hinter dem Vorhang.

5. Rückkehr: Mit Hilfe von Glinda entdeckt Dorothy, dass sie durch die silbernen (filmisch: ruby) Schuhe nach Hause reisen kann.

HISTORISCHER, THEMATISCHER UND KULTURELLER KONTEXT

Basierend auf dem Kinderbuch von L. Frank Baum (1900) und dem 1939er Filmklassiker (Judy Garland). 

1902 gab es schon eine Revue von Baum selbst – frühe Bühnenadaption. 

1942 entstand eine Musicalversion am Muny St. Louis. 

1987 brachte die RSC eine nahezu filmgetreue Bühnenfassung. 

2011 adaptierte Andrew Lloyd Webber mit zusätzlichen Songs von Tim Rice 

PREMIEREN

Erstaufführung (Royal Shakespeare Company: 17.12.1987 Barbican Centre London

Deutsche Premiere: 15. Oktober 1992, Metropol-Theater Berlin

 Wiener Erstaufführung: 6. Dezember 2014, Volksoper Wien 

KREATIV-TEAM

Buch: John Kane

Musik: Harold Arlen

Texte: E. Y. Harburg

DARSTELLER

London 2011: Dorothy: Danielle Hope, Sophie Evans; Zauberer: Michael Crawford; Hexe West: Hannah Waddingham 

Volksoper Wien 2014: Juliette Khalil als Dorothy 

CHARAKTERE

Dorothy Gale: Junge Heldin aus Kansas – sehnsüchtig, mutig

Vogelscheuche (Scarecrow): Sehnsucht nach Intelligenz – witzig, naiv

Blechmann (Tin Man): Wunsch nach Herz – emotional, loyal

Feiger Löwe (Cowardly Lion): Sucht Mut – ängstlich, empfänglich

Der Zauberer: Schein-Hexer – charismatisch, entlarvt als Mensch

Gute Hexe Glinda & Böse Hexe des Westens: Gegensätze – unterm Strich moralische Gegenspieler

MUSIK

SONGLISTE (AUSWAHL)

Over the Rainbow

Ding Dong! The Witch is Dead

If I Only Had a Brain / Heart / Courage

We’re Off to See the Wizard / Follow the Yellow Brick Road

Zusätzliche in neueren Produktionen

Andrew Lloyd Webber & Tim Rice schrieben neue Songs für 2011er Fassung 

„Over the Rainbow“ – emotionaler Kern

Ensembleszenen als visuelles und musikalisches Spektakel

BÜHNENBILD, KOSTÜME, EFFEKTE

Farbenfrohes Bühnenbild: Schwarz/Weiß-Kansas vs. leuchtendes Oz 

Kostüme: Blechmann, Lions, Hexen, Apfelbäume – detailreich, manchmal skurril 

Effekte: Wirbelsturm als Projektion, sprechende Apfelbäume, Nebel & Lichtdesign

AUSZEICHNUNGEN

2011-Version: Olivier-Nominierung (Bestes Re-Mount), 2 What’s-on‑Stage Awards für Neuinszenierung & Nebenrolle

PRESSE- UND ZUSCHAUERSTIMMEN

Berlin/Wien: Publikumsliebling, auch oscargekröntes Musical – speziell in Wien gefeiert 

Tecklenburg 2022: „herzig“, „kindgerechte Länge“, farbenfrohe Ausstattung 

Kritikpunkt: In manchen Produktionen uneinheitliches Bühnenbild/Kostüme 

TRIVIA / FUN FACTS

Ursprünglich 1994 als Disney-Zeichentrickfilm erschienen. Julie Taymor schuf daraus ein visionäres Bühnenstück mit afrikanischen Elementen.

Rekorde:

Eines der erfolgreichsten Musicals weltweit

Über 100 Millionen Zuschauer

Verfilmungen:

Animationsfilm (1994), CGI-Remake (2019)

Musical basiert auf Film, aber mit vielen neuen Szenen/Songs