SIX - Das Musical
EINLEITUNG
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ZUSAMMENFASSUNG
Sechs Ehefrauen von Henry VIII. verwandeln ihre Lebensgeschichten in ein mitreißendes „Pop-Konzert“ und batteln um die Frage, wer von ihnen am meisten unter dem König gelitten hat.
HANDLUNG
! SPOILER-ALARM !
Das Stück beginnt im Konzertformat mit einer Girlgroup-Inszenierung. Jede Königin erhält einen Solo-Song, in dem sie ihre Ehe und ihr Schicksal humorvoll, poppig und tragisch schildert. Die Reihenfolge der Songs entspricht den Ehefolgen Henrys:
Catherine of Aragon („No Way“): schildert ihre Scheidung und Entmündigung.
Anne Boleyn („Don’t Lose Ur Head“): erzählt von ihrer Hinrichtung, locker und frech.
Jane Seymour („Heart of Stone“): singt vom Mutterglück und Tod im Kindbett.
Anna von Kleve („Haus of Holbein“, „Get Down“): beleuchtet Betrug, Scheidung und Neuanfang.
Katherine Howard („All You Wanna Do“): behandelt Missbrauch und Gewalt, stilistisch als Warnung verarbeitet.
Catherine Parr („I Don’t Need Your Love“): zeigt Selbstbestimmtheit und beendet den Konkurrenzkampf.
Im Finale erkennen die Frauen, dass sie mehr sind als die Opfer Henrys und gemeinsam als Power-Gruppe auftreten – Geschichtsschreibung aus weiblicher Perspektive
HISTORISCHER, THEMATISCHER UND KULTURELLER KONTEXT
Das Musical reframiert die historischen Königinnen: Statt starrer Opferschicksale präsentieren sie sich als selbstbewusste, zeitgenössisch inspirierte Pop- und Girlpower-Ikonen, die mit britischer Geschichte, modernen Gender-Rollen und feministischer Erzählweise spielen
PREMIEREN
Edinburgh Fringe Festival, 2017 (Studentenversion).
Erstaufführung: 18. Dezember 2017, Arts Theatre, London.
UK-Tour: ab 11. Juli 2018.
West End: ab 30. August 2018, Arts Theatre London.
Broadway-Premiere: 2020.
Deutschland-Premiere: 2025 im Admiralspalast Berlin, als Tourproduktion mit Original-Besetzung
KREATIV-TEAM
Buch / Musik / Texte: Toby Marlow und Lucy Moss
DARSTELLER
Original-UK: Aimie Atkinson, Millie O’Connell, Natalie Paris, Alexia McIntosh, Grace Mouat, Maiya Quansah-Breed.
Broadway: Adrianna Hicks, Andrea Macasaet, Abby Mueller, Brittney Mack, Samantha Pauly, Anna Uzele.
CHARAKTERE
Hauptrollen: Catherine of Aragon, Anne Boleyn, Jane Seymour, Anna of Cleves, Katherine Howard, Catherine Parr
Es gibt keine klassischen Nebenrollen. Die Kingswives sind das zentrale Ensemble; die Band („Ladies in Waiting“) ist Teil der Inszenierung.
Beschreibung der Charaktere: Catherine of Aragon: stolz, kämpferisch, traditionstreu
Anne Boleyn: frech, charmant, witzig
Jane Seymour: sentimental, sanft, loyal
Anna of Cleves: selbstbewusst, quirlig
Katherine Howard: verführerisch, verletzlich
Catherine Parr: vernünftig, intellektuell, mutig
MUSIK
SONGLISTE (AUSWAHL)
„Ex-Wives“ – Opening Intro
„No Way“ – Catherine of Aragon
„Don’t Lose Ur Head“ – Anne Boleyn
„Heart of Stone“ – Jane Seymour
„Haus of Holbein“ – Anna of Cleves (Ensemble)
„Get Down“ – Anna of Cleves
„All You Wanna Do“ – Katherine Howard
„I Don’t Need Your Love“ – Catherine Parr
„Six“ – Finale (Ensemble)
Die Songs greifen Einflüsse von Beyoncé, Rihanna, Adele bis Lily Allen und Alicia Keys auf, bieten eingängige Hooks, Solo-Vocals und dynamische Bandarrangements.
Besonders spektakulär: die energiegeladenen Soli („Don’t Lose Ur Head“, „Get Down“, „All You Wanna Do“), der emotionale Höhepunkt („Heart of Stone“) und das pulsierende Ensemble-Finale („Six“)
BÜHNENBILD, KOSTÜME, EFFEKTE
Minimalistisch, aber mit großem Show-Flair: LED-Leuchtrahmen, bewegliche Podeste, Musikerinnen (Band) sichtbar auf der Bühne.
Kostüme: Historische Anklänge gepaart mit „Popstar meets Renaissance“, Minikleider, bunte Perücken, viel Glitzer und Rock-Glam.
Effekte: Lichtchoreografie, Mikrofone wie bei Arena-Acts, einige Crowd-Interaktionen, keine klassischen Kulissenwechsel
AUSZEICHNUNGEN
West End: Nominiert für 5 Olivier Awards 2019, darunter „Best New Musical“.
Broadway: 8 Tony Award-Nominierungen, inklusive Bestes Musical, Bestes Buch, Bestes Original Score; Gewinner 2022 für Bestes Original Score.
Diverse Preise und Kritiker-Auszeichnungen in UK, Australien und international
PRESSE- UND ZUSCHAUERSTIMMEN
Kritiker loben die innovative Inszenierung, musikalische Power und neue Perspektiven in der Historiendramatik.
Besonders hervorgehoben werden die feministische Botschaft, die Ohrwurmqualität der Songs und die Energie der Casts.
Publikum: Begeistert von der Konzertatmosphäre, der direkten Ansprache und der überschwänglichen Performance
TRIVIA / FUN FACTS
Die Produktion wurde zum Überraschungserfolg, von einer kleinen Studentenshow zum weltweiten Phänomen – mehrfach als Symbol weiblicher Empowerment gefeiert.
Während der Covid-19-Pandemie war „Six“ eines der ersten Musicals, das in London wieder live aufgeführt wurde.
Das Stück hält diverse Streaming- und Cast-Recording-Rekorde auf Spotify und YouTube.
Einige Songs und die explizite Thematisierung von Missbrauch und toxischen Rollenbildern lösten Diskussionen über feministische Musicalinszenierungen aus.
